Vom Sam Quilleri Park zu den Falcone-Borsellino Gärten
Grüner Arbeiter, zwischen Erinnerungen, Fabriken und einem sich verändernden Viertel.
Grüner Arbeiter, zwischen Erinnerungen, Fabriken und einem sich verändernden Viertel.

© Flickr - Comune di Brescia
Ein Rundgang im Comparto Milano: ein Viertel, das zwischen Eisen und Fabriken entstanden ist und heute nach einer anderen Identität sucht. Der Ausgangspunkt ist Campo Marte (Parco Quilleri), ein historischer und zentraler grüner Raum. Von dort aus bewegt man sich nach Westen und passiert eine beeindruckende Reihe von Stadtteilparks – es gibt mindestens ein Dutzend davon – die das urbane Grau mit grünen Inseln durchbrechen.
Die Geschichte hier ist schwer, aber wichtig. Es ist das Gebiet der Caffaro, der Industrie, die jahrelang – auch schmerzhaft – die Umweltgeschichte der Stadt geprägt hat. Aber es ist auch das Gebiet des Cimitero Vantiniano, monumental und faszinierend, das sowohl ein Ort der Erinnerung als auch eine echte urbane Oase ist.
Es ist eine Route, die von einem sich wandelnden Viertel erzählt: von industriell zu wohnlich, von Vergangenheit zu Zukunft. Und dazwischen gibt es Bäume, Spiele, Menschen, Plätze. Eine Stadt, die sich Schritt für Schritt wieder zusammensetzt.
Cimitero Vantiniano, der erste monumentale Friedhof Italiens.
Entworfen von Rodolfo Vantini, ist er viel mehr als ein Friedhof: ein neoklassisches Meisterwerk. Im 19. Jahrhundert erbaut, ist er der erste monumentale Friedhof, der in Italien errichtet wurde. Ein feierlicher und stiller Ort, an dem die Kunst die Erinnerung begleitet: eindrucksvolle Arkaden, elegante Kapellen, Skulpturen, die Familien- und Stadtgeschichten erzählen. Hier ruhen berühmte Persönlichkeiten, aber vor allem lebt die zeitlose Schönheit des gemeißelten Steins.
Vom Westen ins Grüne: Geschichte und Natur treffen aufeinander.
Im Jahr 1906 war Campo Marte Schauplatz einer Show mit Buffalo Bill: Indianerzelte, 800 Pferde und ein Western-Dorf. Heute ist es einer der beliebtesten Parks der Stadt. Der Weg endet in den Gärten Falcone Borsellino, dem ersten öffentlichen Grünraum von Brescia, wo jahrhundertealte Linden noch heute Schatten und Atem schenken.
Es gibt keine direkte U-Bahn, aber die Strecke verläuft in einem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbundenen Gebiet. Die Buslinien 2, 3, 9 und 12 fahren über die Via Milano, Via Volturno und Via Mantova und bieten verschiedene Möglichkeiten für Zugang und Rückkehr entlang der Route.