Biblioteca Queriniana

Biblioteca QuerinianaVia Mazzini, 1, 25121, Brescia (BS)
Die 1747 von Kardinal Angelo Maria Querini gegründete Biblioteca Queriniana ist eines der kulturellen Zentren von Brescia.
Sie entstand aus einer für die damalige Zeit revolutionären Idee heraus, Wissen öffentlich zugänglich zu machen, und hat sich zu einer der renommiertesten Bibliotheken Italiens entwickelt. Dabei hat sie nie ihren aufgeklärten Anspruch verloren.
DIE BIBLIOTHEK
Manuskripte, Inkunabeln, Cinquecentine: In der Queriniana wird die Zeit gelesen, durchgeblättert und aufbewahrt. Vor allem aber wird sie geteilt. Denn dies ist nicht nur ein Ort für Gelehrte, sondern ein Erbe für die ganze Stadt.
Seit 1750, als sie für die Öffentlichkeit zugänglich wurde, hat die Queriniana Jahrhunderte, Reformen, Revolutionen und eine Flut von Büchern erlebt. Mit dem Beginn des 18. und 19. Jahrhunderts wurde sie durch Schenkungen bereichert und 1797, mit der Aufhebung der religiösen Orden, wurde sie zur „Libraria Nazionale” (Nationalbibliothek) der Stadt. Ein Zufluchtsort für gerettete und wiedergefundene Bücher.
Heute ist sie ein lebendiges Netzwerk. Sie ist viel mehr als eine Bibliothek: Sie ist das Herzstück des städtischen Bibliothekssystems von Brescia. Ein Netzwerk, das in jedem Stadtteil pulsiert, mit 8 Bezirksbibliotheken, 2 Fachbibliotheken, 1 Jugendbibliothek, 1 Zeitungsbibliothek, 1 Mediathek und 3 Lesesälen.
Insgesamt 600.000 Bände, davon 150.000 antike, mit über 10.000 Manuskripten. Schwindelerregende Zahlen, ja, aber vor allem eine lebendige Ressource, die allen zur Verfügung steht, die suchen, studieren und entdecken.
Die Queriniana ist kein Denkmal, sondern ein Versprechen: Kultur hört nie auf zu sprechen.


